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Alle wollen hoch hinaus - und an der Kletterwand wie in den Bergen dürfen sie das auch. Allerdings nur gut gesichert. Und damit wirklich nichts schief gehen kann, bieten namhafte Hersteller wie Petzl, Edelrid und Black Diamond technisch ausgereifte Klettergurte an. Die Gurte lassen sich per Schnallen perfekt an Körpergröße und Form anpassen. Trotzdem unterscheiden sich die verschiedenen Modelle für Damen, Herren und Kinder. Im Zweifelsfall solltest Du einfach verschiedene Klettergurte ausprobieren: Einer passt mit Sicherheit.

Hüftgurte sind Standard

Die meisten Erwachsenen sind durchaus in der Lage, bewusst eine sitzende Position einzunehmen. Daher sind Hüftgurte üblich: Der Klettergurt sitzt stramm am Bauch, zusätzlich sichern zwei Beinschlaufen die Oberschenkel und sorgen dafür, dass der Gurt nicht abrutscht. Beim Abseilen und wenn Du abrutschst drückst Du Dich mit gestreckten Beinen von der Kletterwand oder den Felsen weg und nimmst eine sitzende Position ein. Du bist gesichert: Im Gurt sitzt Du wie in einem Hängesessel oder auf einer Kinderschaukel. Das Seil ist im Auge vor Deinem Nabel befestigt, entweder über zwei gegenläufig angebrachte Karabiner oder über einen Doppelachter.

Wer allerdings in den Bergen klettert oder in Industrieanlagen (Berufskletterer), kennt auch Brustgurte und Ganzkörpergurte. Der Brustgurt wird zusätzlich zum Hüftgurt getragen und mit dem Seil gesichert, der Ganzkörpergurt bietet beides in einem Bauteil. Diese Klettergurte sind beim Sportklettern für gesunde Erwachsene nicht nötig. Kinder allerdings, die die Körperspannung noch nicht halten können, und in ihrer Bewegung eingeschränkte Personen profitieren von diesen Gurten: Sie bringen Dich, wenn Du abgeseilt wirst, automatisch in die aufrecht sitzende Position durch das zusätzliche Brustteil. Petzl hat Brustgurte für Kinder im Sortiment, Edelrid ebenfalls. Auch bei diesen Gurten ist es wichtig, auf die passende Größe zu achten!

Ganzkörpergurt für mehr Sicherheit?

Wer neu im Klettersport ist, mag versucht sein, kategorisch den Brustgurt dazuzunehmen. Denn immerhin versprechen zwei Klettergurte mehr Sicherheit als nur einer. Empfehlenswert ist das nicht unbedingt, denn der zusätzliche Gurt schränkt natürlich auch in der Bewegung ein, muss gehandhabt werden und kann mit den zusätzlichen Bändern und Schlaufen sogar eine Gefahrenquelle darstellen. Besser ist es, das Klettertraining langsam und unter fachlicher Einweisung anzugehen. Einzige Ausnahme: Kinder sind manchmal doch doppelt besser geschützt!